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   PSYCHOTHERAPIE - Zeitschrift zur Psychotherapie, Psychoanalyse & Verhaltenstherapie       ISSN 1616-3753 
PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753) - Herausgeber: Dietmar G. Luchmann, Dipl.-Psychologe & Psychotherapeut * Denken lernen statt Objekt der Ausbeutung werden - Kognitive Psychotherapie hilft am effektivsten.

 Angst + Panik
Postkarte einer Klientin: "...nach nur 3 Therapiestunden war der Flug nach Ibiza ein wunderschönes Erlebnis!"
Leiden Sie nicht länger!
Vor Angst nicht aus dem Haus - nach 8 Wochen die dritte Reise


Kognitive Therapie statt Psychoanalyse
Nach 3 Stunden Psychotherapie angstfrei Ibiza


Ängste vom Hausarzt selten erkannt
Unnötig viel Leid durch Hausärzte


 Experten-Tipp
Angst, Panik, Phobie, Stress, Burnout, Depression, Soziale Ängste
Psychologen und Ärzte antworten auf Ihre Fragen rund um Psyche und Gesundheit

 Psychodiagnostik
ICD-10 - WHO-Klassifikation für psychische Störungen
ICD-10
Diagnose finden: Klassifikation der WHO für psychische Störungen


 Politik + Psyche
Ganz normal
Psychisch krank und ohne Lobby


 Arbeit + Beruf
Burnout
Vollkommen leer und ausgebrannt


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Liebeskummer
Von der Klimax in den Liebestod


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Psychoanalyse
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Psychotherapie: Krankes System


D. Luchmann
Paarbeziehung: Seitensprung als Herausforderung


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Märkische AZ
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"Lotse" Hausarzt? Nein!
Hausärzte meiden Umsatz-Killer Psychotherapie


Vorsicht Lebensgefahr!
Hausarzt übersieht Suizid-Risiko: keine Arzthaftung


Psychopharmaka-Unfug
Bei Depressionen ist Sport wirksamer als Tabletten


 Psychotherapie bei Angst 
ABARIS-Klient im Interview von FOCUS TV
FOCUS TV zu Gast
im ABARIS Institut für Psychotherapie, Stuttgart. Ein Klient im Interview:

"Nach über zehn Jahren Angststörung in nur zehn Stunden zum Therapieerfolg."


*
 Individuelles Coaching



Angst, Panik, Phobien überwinden lernen

durch 9 Stunden kognitives Coaching z.B. bei

- Agoraphobie
- Burnout, Depression
- Flugangst
- Generalisierte Angst
- Panikstörung
- Soziale Phobie
- Spezifische Phobie
- Zwänge


am ABARIS® Institut für Kognitive Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Life Coaching


 Websprechstunde
Psychotherapie und Coaching bei ABARIS
Dietmar Luchmann
Diplom-Psychologe, Psychotherapeut u. Coach:

"Psychoanalyse bei Angst- und Panik-Störungen darf heute als Kunstfehler gelten. Besser kann kognitive Verhaltenstherapie eine Angst- und Panik- Störung lösen - oft nur in bis zu 10 Stunden."

Profi oder Scharlatan?
Psychotherapeuten finden


Universitätskliniken
Psychotherapie ist hier "regelhaft schlechter"


Sexueller Missbrauch
Psychoanalytiker geliebt oder einer Illusion erlegen?


Orgasmus aus Angst
Sexueller Missbrauch durch Psychotherapeuten


Flugangst-Seminare
"Placebo des Jahrhunderts"


Pillen statt Therapie?
Kasse machen an Patienten


 Psychotherapie-Reports
WHO fordert Umdenken
Vorurteile bei psychischen Erkrankungen ablegen


Christoph-Dornier-Klinik
Bei Angst teuer, nicht gut


Psychotherapie-Kliniken
Erschütternder Report aus einer Psychoanalyse-Klinik


Ängste beim Zahnarzt
Zahnärzte behandeln Angst ihrer Patienten oft falsch


Angst kostet 100 Mrd.
Die Gesundheitsökonomie der Angsterkrankungen


Musiker im Teufelskreis
Perfektionismus lässt die Finger verkrampfen


 Psychotherapieforschung
Was ist Psychotherapie?
Dienstleistung zum Erwerb und Erhalt mentaler Fitness


Wirksamkeitsforschung
Psychotherapie nach 15 Sitzungen erfolgreich


Verhaltenstherapie
Angst, Panik, Phobien, Zwänge rasch therapiert


 Dossiers: Kranke Heiler
Ärzte-Psyche pervers
Schwuler Arzt soll Chefarzt "Allerwertesten" hinhalten


BDP-Psychotherapeuten
"Scheisskerle" und Online-Diebe mit Gütesiegel?


Psychotherapeuten-Mob
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und ihr trauriger Seelenzustand


Medi-Verbund scheitert
Medi-Kartell rechtswidrige "Biertisch-Idee"


 Leserbriefe Leserbriefe
Rat vom Arzt war Hölle
"Nach meiner ersten Panikattacke wurde ich in eine tiefenpsychologische Therapie geschickt. Da ich damals den Begriff Angst- und Panikstörung nicht kannte, bin ich brav dem Rat meines Arztes gefolgt. Um es kurz zu machen: die wöchentlichen Sitzungen waren die Hölle!..."


Ihre Meinung ist wichtig. Schreiben Sie. Hier.

  PSYCHOTHERAPIE > Psychoanalyse und Tiefenpsychologie

Zur DruckversionLeserbriefe
© PSYCHOTHERAPIE 23.09.2000

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) in Lindau (22.-24.09.2000)

Flucht in die nackte "Kreativität"
Psychoanalytiker winden sich vor der Kritik am mangelnden Psychotherapie-Erfolg

Nichts fürchtet die Psychoanalyse mehr als klare und transparente Kosten-Nutzen-Vergleiche - zum Beispiel mit der kognitiven Verhaltenstherapie. Die "unergründliche Tiefe" psychoanalytischer Gedankengebäude, von Kritikern wissenschaftliche Leere genannt, verschaffte den Psychoanalytikern auch nach vielen hundert Therapiestunden noch den einzigartigen Komfort, ergebnislose und fehlerhafte Behandlungen in flachster und menschenverachtender Weise auf das Versagen des Klienten abzuwälzen.

"Obgleich Freuds Grundannahmen wie der Glaube an die Verdrängung, an das Unbewusste und an die Bedeutung der frühen Kindheit einer kritischen Prüfung nicht standhalten, machen immer noch Millionen Menschen einen klassischen 'Couchtrip' durch", kritisierte der Psychologie-Journalist Rolf Degen in seinem jüngst erschienen und von Psychoanalytikern sogleich heftig attackierten "Lexikon der Psycho-Irrtümer". Den Hauptgrund für das Beharrungsvermögen der Psychoanalyse sieht Degen darin, dass sie "tief sitzende Bedürfnisse der Gläubigen" nach einem "Stein der Weisen" befriedige, "eine genialische Offenbarung, die bereits dem Halbgebildeten einen visionären Einblick in die geheime Mechanik des Lebens gewährt".

   
 PSYCHOTHERAPIE Buch-Tipp
Rolf Degen: Lexikon der Psycho-IrrtümerDegen, Rolf: Lexikon der Psycho-Irrtümer. Frankfurt/Main: Eichborn-Verlag, 2000.

Mit seinem Angriff auf den "Irrgarten" von nunmehr 600 konkurrierenden Therapierichtungen enthüllt der von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem "Preis für Wissenschaftspublizistik" ausgezeichnete Journalist die "reine Quacksalberei" großer Teile der Psycho-Zunft. Provokant trägt das Buch damit zur Entwicklung wissenschaftlicher Psychotherapie als echte Heilungsalternative bei - durch fulminante Abrechnung mit falschen Grundannahmen von Psychoanalyse, Psychosomatik und Esoterik.
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Dieses archaische Verlangen, "mit ein paar flott zurechtgelegten Deutungen alle Welträtsel nach dem Instant-Prinzip" geknackt zu erhalten, konnte die Psychoanalyse "mit ihren rhetorischen Taschenspielertricks befriedigen", so lange sie sich dem wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit zu entziehen vermochte. Mit der Zunahme der Belege, dass die klassische Psychoanalyse lediglich teure Zerrbilder der Wirklichkeit produziert, entwickelte und verfeinerte sich auch die psychoanalytische Vernebelungsmaschinerie: "Wenn man einem Mythos den Kopf abhackt, wachsen an anderer Stelle zwei nach", stellt der Diplom-Psychologe Rolf Degen fest.

Umso erbitterter sind die wütenden und gehässigen Reaktionen, wenn ein Magazin wie "DER SPIEGEL" (04.09.2000) oder ein Wissenschaftsjournalist wie Degen den Schwindel aufdecken, den viele psychotherapeutischen Dienstleistungen und insbesondere die Suggestion einer vorgeblichen "Analyse" darstellen.

Die Beispiele sprechen für sich: Der Psychoanalytiker Gerd Böttcher beansprucht für sich "eine Würde der Kritik", beschimpft den "SPIEGEL"-Artikel als "reine SPIEGELfechterei" und "Boshaftigkeit eines enttäuschten Feuilletonisten, der sich für eine ihm widerfahrene Unbill rächen will" und vergewaltigt im selben Moment mit der allergrößten Selbstverständlichkeit auf seiner Homepage die Grundsätze des Urheberrechtes mit der Folge, sich bei der Deutschen Presse Agentur (dpa) entschuldigen zu müssen. Psychoanalytiker: Verlangen Würde und werfen mit Dreck?

Hat Rolf Degens erschütternde Schilderung psychotherapeutischen Unvermögens und verhängnisvoller Psycho-Irrtümer so ins Schwarze getroffen, dass die psychoanalytische Zunft zwar von Würde noch zu faseln versucht, ihr beim Dreck-Werfen aber die Maske vollends vom Gesicht fällt?

Für den Psychoanalytiker Dr. Frank Roland Deister, gleichzeitig Pressesprecher und stellvertretender Vorsitzender des von Psychoanalytikern dominierten Bundesverbandes der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), sind Degens Buch und der "SPIEGEL"-Beitrag zur Frage, "Was kann Psycho-Therapie" der "nur wiederaufgewärmte Quatsch eines neuen Therapeutenfressers". Und Professor Michael B. Buchholz, Psychoanalytiker und Leiter einer psychosomatischen Abteilung bei Göttingen, wertet den verdienstvollen Beitrag zur Aufklärung über die Scharlatane der Psychotherapie als "Stopfung des Sommerloches" ab.

Auf die kardinale Frage allerdings, was denn nun eine erfolgreiche Psychotherapie ausmacht, gibt der Psychoanalytiker Buchholz eine Erklärung, die so unscharf und so wenig greifbar ist wie der Herbstnebel am Bodensee: Die entscheidende Rolle für den Erfolg einer Psychotherapie, so Buchholz, spiele die Kreativität des Behandelnden. Für jeden individuellen Fall müsse der Therapeut eine geeignete Intervention "erfinden", sagte Buchholz am heutigen Freitag in Lindau. Am Bodensee veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) bis Sonntag ihren Jahreskongress.

Die extrem unterschiedlichen und für die Psychoanalyse wenig erfreulichen Ergebnisse der Wirkungsvergleiche verschiedener Therapieformen völlig ignorierend, behauptete Buchholz, es sei inzwischen "unumstrittener Konsens", dass Psychotherapie bei psychischen Problemen besser helfe als Medikamente oder Gespräche mit unausgebildeten Ärzten. Die psychoanalytische Forschung wende sich nun verstärkt der Bedeutung einer kreativen Behandlung zu. Zwar spielten Fach- und Sachwissen nach wie vor eine wichtige Rolle. Dies könne aber nie unabhängig von der konkreten Person des Patienten genutzt werden. Die individuellen Anforderungen jeder Behandlung wiederum machten eine allgemein gültige Definition der Psychotherapie unmöglich, sagte Buchholz.

   
 PSYCHOTHERAPIE Lese-Tipp
Ein moderner Mythos
Kritik der Freudschen Psychoanalyse. Von Udo Leuschner.
1. So untot wie Graf Dracula.
2. Penisneid, Ödipuskomplex etc.
3. Die Frau als Kulturfeind.
4. Das "Unbewußte" und seine Ursprünge.


Wie bitte, mag der Beobachter fragen: Eine allgemein gültige Definition der Psychotherapie unmöglich? Die nackte Kreativität des Behandelnden als entscheidender Faktor? Soll das heißen: wie abstrus auch immer, Hauptsache kreativ? Dass die Psychoanalytiker sich angesichts der wachsenden Kritik mit besonders wolkigen "rhetorischen Taschenspielertricks" einer wissenschaftlichen Begründung ihres Tuns ebenso zu entziehen trachten wie der Wirkungsforschung, überrascht umso weniger als sie darin gut hundert Jahre Erfahrung haben. Ob die moderne Gesellschaft weiterhin "dem gewaltigen Tross von einflussreichen Mythenschützern" (Degen) ihre Klarsicht, ihren Verstand und ihr Geld zum Fraß vorwerfen will, wird sich erweisen. Einstweilen wird in der DGPT, der bundesweiten Vereinigung von rund 3.000 Psychoanalytikern, intensiv an der Verfeinerung mythischer Nebelwerfer gearbeitet. Kreativ - versteht sich.

Gelegentlich vermag das mythische Sperrfeuer der Psychoanalyse, die Udo Leuschner in seiner vierteiligen Kritik des psychoanalytischen Mythos "so untot wie Graf Dracula" nennt, die Sicht darauf behindern, dass es neben den psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Schulen durchaus wissenschaftlich fundierte Psychotherapieverfahren - z.B. die kognitive Verhaltenstherapie - gibt. In ihrem langen Todeskampf wird die Psychoanalyse den Krankenversicherungen daher noch viel Geld kosten und den Hilfesuchenden noch viele Wunden schlagen - bis die Sonne klaren Denkens den Nebel vertreibt. Nicht nur in Lindau am Bodensee.

Ihre Erfahrungen sind wichtig. Schreiben Sie einen Leserbrief. Hier.

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Traumatisierung durch Psychoanalyse

Was mir vor einigen Jahren in einer Therapie passiert ist, hätte mich beinahe meinen Verstand und fast meinen Sohn gekostet. Er war der einzige, der spürte, was mit mir geschieht, ohne eingreifen zu können. Rückblickend bin ich einem skrupellosen Verbrecher mit Dr.-Titel in Neurologie und Psychoanalyse und seiner Frau, die ihm in Skrupellosigkeit nicht nachsteht, zum Opfer gefallen. Es ist fast vier Jahre her und ich kann es immer noch nicht fassen, dass Menschen, ausgebildet in dieser Dienstleistung, wie es genannt wird, andere auf die perverseste Weise ausbeuten, ihr Wissen missbrauchen. Und die Hilflosigkeit entsteht vor allem, weil nichts zu beweisen ist. Keine Zeugen. Und wie leicht ist es, einen vorher psychisch belasteten Menschen zu stigmatisieren, als psychotisch oder sonst wie zu bezeichnen. Die Chancen sind gering, etwas dagegen zu tun, selbst, wenn man das Geld noch hätte, was einem aus der Tasche gezogen wurde.
Es wäre wichtig, daß solche Menschen nicht mehr praktizieren dürfen. Aber weit gefehlt, die Manipulation solcher Typen ist perfekt und kommt einer Gehirnwäsche gleich. Was da mit mir gemacht wurde, hätte mich vielleicht sogar für einige Jahre daran glauben lassen, daß mir wirklich geholfen wurde, ehe der erneute Zusammenbruch gekommen wäre, der mich für immer und ewig in die geistige Umnachtung geschickt hätte. Weiterhin finde ich sehr bedenklich, daß dieses Geschäftsgebaren eher, wenn auch in abgewandelten Methoden, die Regel ist und nicht die Ausnahme. Ich habe zwischenzeitlich viele Kontakte gehabt, die mir das bestätigt haben.
Diese so genannten Psychoanalytiker sind in einem unkontrollierbaren Vakuum, in dem sie nach belieben Patienten ausbeuten können. Als Patient hat man keine Möglichkeit. Eine Krähe hackt der anderen das Auge nicht aus. Nach dieser Therapie damals mußte ich in die Psychiatrie. Die Ärztin dort schien zu wissen, was mit mir passiert war, aber sie gab mir die Schuld. Mag sein, nur ich wurde drei Jahre in Regression gehalten, ich war machtlos wie ein kleines Kind. "Wie können sie nur so dumm sein", war ihre Reaktion.
Wahrscheinlich ist niemanden aus dieser Fachwelt wirklich bewußt, wie man sich da fühlt und was da geschieht. Und sie sagte auch noch, sie hätten ja wahnsinnig werden können. Das alles hatte ich ja gespürt, was das alles bedeutet. Ich bin einfach entsetzt, auch heute noch. Ich habe verzweifelt danach Hilfe gesucht - das war aussichtslos. Ich wurde abgeschmettert von den so genannten Fachleuten oder ich erfuhr ihre Diagnosen, die so unterschiedlich waren, wie die Therapeuten, die ich aufsuchte. Für mich ist diese so genannte Fachwelt die personifizierte Ignoranz. Tut mir leid, aber andere Erfahrungen habe ich nicht.
Inzwischen habe ich meine ersten 20 Lebensjahre so weit wie es ging erarbeitet, denn in dieser Therapie durfte ich darüber nicht sprechen. Und ich weiß, welche Kindheit ich hatte und mir ist bewußt, daß dieses Ehepaar sich Spaltungen und meine Situation zu Nutze gemacht hat, um mich bis zum Zusammenbruch auszubeuten. Kurios ist, daß dies niemand aus dieser Fachwelt glaubt, vielleicht bin ich als nächstes primär narzisstisch oder so. Vielleicht stimmt es auch, nur, warum wird ein Patient entmündigt um nicht zu merken und zu sehen, daß diese Störung ihre Ursache in der Lebensgeschichte hat.
Eine Psychiaterin meinte sogar, ich sei Schuld, weil ich die Therapie durch Zusammenbruch vorzeitig abbrach. Ich brach ja zusammen, weil ich merkte wie ich verarscht wurde und es gar nicht fassen konnte. Dieser Psychiater sagte zu mir, aus Ihnen muß ich erstmal einen Menschen machen, sie sind unfähig sexuell zu begehren und zu lieben. Und dann saß er hinter mir und aktivierte die Mißbrauchserlebnisse und ich befand mich in einem Vakuum, welches ich nicht einordnen konnte. Vorher hat er mich allerdings so bearbeitet, daß ich nicht mal mehr die Geburtsdaten meiner ehemaligen Familie wußte. Er brachte es fertig, daß ich meine wenigen Kontakte abbrach und völlig abhängig war. Ich hatte gar nichts zu sagen, er sagte mir, wie ich zu denken, zu fühlen und ob ich Schmerzen hatte oder nicht. Für ihn war ich die Unfähigkeit in Person, ein männerkastrierendes Monster. Im Nu war ich so niedergemacht, daß ich völlig in Lethargie verfiel, lebend tod war und funktionierte wie er es wollte.
Seine Frau, mit der ich ab und an zu tun hatte, gab mir auch immer zu verstehen, wie egoistisch ich bin. Heute weiß ich natürlich, wie das möglich war, aber zu spät. Vielleicht interessiert Sie das alles herzlich wenig. Aber ich finde es ungeheuerlich, was ich gesehen habe, was die Fachwelt tut, wie sie Menschen behandelt, anmaßend und ignorierend. Dies sah ich auch in der Psychiatrie, nein diese Menschen können anderen nicht helfen. Sie können oder besser wollen erziehen. Menschen, die im Leben nur traumatisiert, geschockt, gequält wurden, meist von Kindheit an, was bilden sich diese Ärzte ein! Bereits Oscar Wilde beschreibt die Entstehung von Wahnsinn. Er beobachtete dies, als er selbst im Gefängnis saß vor über 100 Jahren. Viele Fachärzte scheinen es heute noch nicht zu wissen.
Maria Guttmann*
28.04.2001

Antwort des Herausgebers:
Es gibt viele erschütternde und bedrückende Berichte von Menschen wie Ihnen, die fast immer die Erfahrung machen, als Opfer vor dem Hintergrund falsch verstandener Kollegialität bei Ärzten und Psychotherapeuten "abgeschmettert" zu werden, wie Sie schreiben. Lesen Sie den Bericht der Vera Stein (PSYCHOTHERAPIE, 09.03.2001) und Sie werden mit Erschrecken feststellen, dass selbst Menschen, die man völlig unbegründet über Jahrzehnte in die Psychiatrie gesteckt hat, Schwierigkeiten haben, ihre Täter haftbar zu machen.
Es bedarf in Deutschland noch immenser Arbeit, in der Psychotherapie (und Psychiatrie) eine wirksame Kontrolle, eine ausreichende Transparenz und ein ethisch vertretbares Selbstverständnis zu schaffen.
Die Ärzte und Psychotherapeuten der PSYCHOTHERAPIE-Redaktion sind unabhängig genug, um - bei striktem Schutz der Opferidentität - auch die übelsten Zustände offen zu legen. Die maßgeblichen Vertreter des psychotherapeutischen Berufsstandes, von denen man erwarten würde, dass sie Effizienz und Reputation ihres Faches voranbringen, interessiert offenbar viel mehr, wie sie Macht und Pfründe erhalten und vergrößern können. Vor diesem Hintergrund ist die öffentliche Aufklärung der wirkungsvollste Beitrag zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie.
Je mehr Betroffene im Schutz unserer Zeitschrift ihre Erfahrungen öffentlich machen und je besser die wissenschaftliche Information über Erhalt und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit für jedermann ist, umso rascher wird Psychotherapie eine wertvolle Dienstleistung werden, die Leid mindert - und nicht Leid erzeugt.

*Name aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert.

Ihre Erfahrungen sind wichtig. Schreiben Sie einen Leserbrief. Hier.

  PSYCHOTHERAPIE > Psychoanalyse und Tiefenpsychologie

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Der Fall Sigmund Freud
Die Kasuistiken des Wiener Uranalytikers sind massiv getürkt


Orale Perversion mit System: Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie
Blick auf die kranke Selbstbefriedigung von Psychotherapeuten


Der nackte Kaiser (VI): Stationäre Psychotherapie oft unsinnig
Qualitätssicherung in der Psychotherapie braucht mündige Patienten


Der nackte Kaiser (V): Eitler Selbstbetrug der Psychoanalytiker
Wer gesund bleiben will, flieht vor "tiefenpsychologischen" Kliniken


Der nackte Kaiser (IV): Psychoanalytischer Popanz macht krank
Tiefenpsychologie schlägt seelische Wunden und verlängert Leiden


Der nackte Kaiser (III): Kliniken als inhaltsleere Profitcenter
Billige Schweigestunden als "Gruppenpsychotherapie" teuer verkauft


Der nackte Kaiser (II): Regelhaft entmündigt und gedemütigt
Alltag tiefenpsychologischer und psychoanalytischer "Behandlungen"


Der nackte Kaiser (I): Eine Parabel für Psychoanalyse-Kliniken
Bericht aus einer tiefenpsychologischen / psychoanalytischen Klinik


Kritik der Psychoanalyse (IV): Der Ursprung des "Unbewußten"
Der Zentralbegriff der Psychoanalyse in Romantik und Zeitgeist


Kritik der Psychoanalyse (III): Die Frau als Kulturfeind
Vorurteile der Freud-Epoche als "Wissenschaft" verkleidet


Kritik der Psychoanalyse (II): Penisneid, Ödipuskomplex etc.
Freud und die Grundbegriffe des psychoanalytischen Systems


Kritik der Psychoanalyse (I): So untot wie Graf Dracula
Psychoanalyse gilt noch als "Insignie der höheren Denkungsart"


Richtig krank macht erst der Therapeut
Abrechnung mit der Psychoanalyse - Rolf Degen im Interview


Besser Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) statt Psychoanalyse
3 Stunden KVT und Flug nach Ibiza war "wunderschönes Erlebnis"


Sex, Sex und immer nur Sex: Was Psychotherapeuten schuldig blieben
Psychoanalyse als sexueller Missbrauch im Mantel der Heilkunde


DGPT-Jahreskongress 2000: Flucht in die nackte "Kreativität"
Psychoanalytiker winden sich vor der Kritik am Erfolgsmangel


Wider die Psychoanalytiker, Quacksalber und Gesundbeter
Generalangriff auf die Unwissenschaftlichkeit der Psycho-Szene


Von der Konfession zur Profession: Heilkunst ohne Gebetbuch
"Psychotherapie im Wandel" von Klaus Grawe rezensiert (11 S.)



Angst? Wir helfen heraus... Angst? Wir helfen heraus...

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