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Lachen
beeinflusst den Stoffwechsel: "Lachen ist die beste
Medizin"
Stuttgart
(31.01.2000) - Herzhaftes Lachen entspannt und beeinflusst den
Stoffwechsel positiv. Beim Lachen lockern sich Arm- und
Beinmuskulatur, außerdem lasse das Schmerzempfinden nach,
schreibt das in München erscheinende Fachblatt "Ärztliche
Praxis" in seiner Ausgabe vom Freitag. Nach dem Lachen
entspanne sich der ganze Körper. Die zuvor gestiegene
Herzfrequenz und der Blutdruck sinke.
Der Stoffwechsel werde positiv beeinflusst. Verdauungssäfte flössen
reichlicher, Stress werde abgebaut und das Immunsystem gestärkt.
Lachen unterbreche darüber hinaus geordnete Gedankengänge und
steigere Kreativität und Arbeitsleistung, berichtete die Zeitung
unter Berufung auf einen Mediziner-Kongress in Basel.
Humor wird seit vielen Jahren als Therapie eingesetzt. Die Wirkung
von Lachen und Humor ist aber noch nicht völlig entschlüsselt.
Der Bonner Psychologe Prof. Ralf Hirsch verordnet eine
Lachtherapie an seiner Klinik. Dabei verbessere sich zwar die
schlechte Laune, es zeige sich jedoch kein Effekt auf die
Grundstimmung der Patienten, schreibt das Fachblatt.
Der südafrikanische Herzchirurg Professor Christiaan Barnard hob
anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches "50 Wege zu
einem gesunden Herz" eine Erfahrung hervor, die Ärzten und
Psychotherapeuten in den Zeiten sinkender Honorare zu guter Laune
verhelfen kann: "Lachen ist gesund, auch Ärzte müssten viel
mehr lachen", sagte Barnard in einem Gespräch mit der Ärzte
Zeitung (11.10.1999), die seinen Rat auf der Titelseite wiedergab.
Ob dieser Rat auch gegen Budgets hilft? Ein Pharma-Unternehmen
wirbt für sein Medikament - ein Antidepressivum - mit dem Slogan
"Lachen ist die beste Medizin". Eine selten ehrliche
Aussage in einem Markt, in dem die Patienten zur Gewinnmaximierung
mit Tabletten zugeschüttet werden anstatt sie zum Denken
anzuleiten: Wer lacht, kann sich auch diese Pille sparen.
Allerdings: Wer auch zuletzt noch lachen will, wird dies am besten
erreichen, wenn er sein Denken an der Wirklichkeit ausrichtet. So
betrachtet ist - auf Dauer - Denken die bessere Medizin, sagen
Psychotherapeuten und verweisen auf die in unzähligen Studien
belegte dauerhafte Besserung des Befindens durch die Kognitive
Therapie.
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