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Streit
ums Geld in der Partnerschaft: Oft geht es vielmehr um die Macht
Berlin
(02.02.2000) - Wenn sich Lebenspartner und Eheleute ums Geld
streiten, geht es oft nicht um finanzielle Engpässe, sondern um
Fragen der Macht. Mehr als jedes dritte deutsche Paar (39 Prozent)
streitet sich nach einer Umfrage des "forsa"-Instituts
in Berlin um Gelddinge. 35 Prozent der befragten Paare gaben als
Hauptstreitpunkt an, "dass einer meint, der andere gebe das
Geld für das Falsche aus", berichtet die in Hamburg
erscheinende Zeitschrift "Für Sie".
"Geld ist ein Stellvertreter-Thema. Paare, die sich ums Geld
streiten, meinen oft auf der tiefer liegenden Ebene das, was jeder
an Liebe, Zeit, Geduld in die Beziehung einbringt", zitiert
die Zeitschrift die Diplom-Psychologin Angelika Faas.
Auseinandersetzungen ums Geld könnten zugleich ein Streit um die
Macht in der Partnerschaft sein. Dabei gehe es um Durchsetzen und
Nachgeben, Genugtuung und Wiedergutmachung, so die Psychologin.
Von "Zoff um den Zaster" seien Ehepaare vor allem dann
betroffen, wenn nur einer von beiden erwerbstätig ist. Angelika
Faas empfiehlt daher, das eigene Konto nicht zu schnell
aufzugeben. Für viele Paare sei das zwar ein Liebesbeweis. Doch
das eigene Konto sei ein wichtiger Freiraum. Große Ausgaben
sollten außerdem immer mit dem Partner besprochen werden.
Weiterhin empfiehlt die Psychologin, sich von seinem Partner nicht
zu großen Anschaffungen überreden zu lassen und auch selbst
keinen Druck auf ihn auszuüben. Sonst käme schnell der Vorwurf:
"Du wolltest es ja unbedingt."
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