 |

ABARIS®
Akademie
ABARIS®
Buchtipps

Web-Sprechstunde
Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber
Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.
|
 |
|
|
Jeder
sechste Schüler auf dem Land nimmt Drogen: Trend zur
Normalisierung
Nürnberg/Baierbrunn
(15.05.2000) - Drogenkonsum gehört bei Jugendlichen auf dem Lande
inzwischen zum Alltag. "Illegale Drogen gehören heute für
Jugendliche zur Normalität", sagte der Geschäftsführer des
Fachverbandes Drogen und Rauschmittel, Jost Leune, am Montag in
einem Gespräch zum Auftakt des 23. Bundes-Drogenkongresses in
Nürnberg. "Es gibt leider einen Trend der
Normalisierung."
Nahezu jeder sechste bayerische Schüler außerhalb der
Großstädte konsumiere regelmäßig Drogen. Dies habe eine Studie
mit 3.020 Schülern aus München und aus der Umgebung ergeben. 40
Prozent der Jugendlichen nahmen danach ab und zu Rauschmittel.
Insgesamt sei der Konsum illegaler Drogen bei Minderjährigen in
den vergangenen drei bis vier Jahren stark gestiegen. Die
Jugendlichen konsumierten Cannabis und Ecstasy. "Sie
fürchten keine Bestrafung mehr wie noch vor einigen Jahren",
stellte Leune fest.
Auch die Zahl der Drogentoten insgesamt nehme stetig zu. Von 1998
bis 1999 stieg ihre Zahl nach Leunes Worten in Deutschland um
sechs Prozent auf 1.812. Auch in diesem Jahr habe sich der Trend
fortgesetzt.
In neuen Abhängigkeiten wie der Sucht nach Aktienspekulationen
oder dem Internet sieht Leune lediglich Randerscheinungen.
Suchtmittel wie Alkohol, Nikotin, Heroin und auch Spiele stünden
in der Fachdiskussion im Vordergrund. Die Spielsucht sei erst in
den vergangenen fünf Jahren verstärkt thematisiert worden.
"Da hat man vorher nicht hingeguckt." 2,6 Prozent aller
Rat Suchenden in Suchtberatungsstellen seien nach Zahlen von 1998
Spieler gewesen.
Emnid-Umfrage: Immer mehr Jugendliche sehen Gefahren durch Ecstasy
Deutschlands Jugendliche bewerten Drogenkonsum zunehmend
kritischer. 90 Prozent der 14- bis 18-jährigen halten die
Partydroge Ecstasy mittlerweile für ebenso gefährlich wie
Heroin. Das ergab eine Umfrage des Emnid-Instituts in Bielefeld
unter rund 3.000 Jugendlichen, berichtet die in Baierbrunn bei
München erscheinende Zeitschrift "Apotheken Umschau".
Zugleich vertraten zwar 55 Prozent der Befragten die Ansicht,
über seinen Drogenkonsum könne jeder selbst entscheiden. Im
Vorjahr hatten die Meinung allerdings noch 62 Prozent der
Jugendlichen vertreten. Bei Haschisch sprachen sich 71 Prozent der
Teenager gegen einen freien Verkauf aus, fast 25 Prozent halten
Joints jedoch für kaum gefährlicher als Alkohol oder Nikotin.
Zum
Thema
Monats-Übersicht
Psychotherapie Reports
2000 (1): 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01*
*Jahr
(Jahrgang): Monat
|
|
 |
 |