Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Verhaltenstherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Institut für Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart Psychotherapie Psychotherapie im Internet
sich verstehen - glücklicher leben
Psychotherapeuten Angst und Panik? Wir helfen Ihnen heraus...
Zur Startseite Ambulanz des ABARIS Institutes für Hilfesuchende Web-Sprechstunde Suchen auf PSYCHOTHERAPIE.de Wissenschaft und Forschung Therapie-Angebote unserer Experten
Psychotherapie
Psychodiagnostik Stuttgart
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Psychotherapie
ABARIS® Akademie
ABARIS® Buchtipps
Bücher

Direktsuche
Suchbegriff
Web-Sprechstunde
Web-Sprechstunde
Heute zur Frage
Wie finde ich einen guten Therapeuten?


ABARIS® Ambulanz
Kognitive Psychotherapie
Psychotherapie macht Spaß - am ABARIS® Institut Stuttgart


Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber

Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.

Psychotherapie
 Psychotherapie News  Juli 2000   Psychotherapie
Psychotherapie

Auf der Suche nach dem perfekten Körper - Fitness-Sucht und Isolation

Los Angeles (20.07.2000) - Von Ayala Goldmann. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie nicht jeden Tag 15 Kilometer joggen. Sie heben Gewichte bis zum Umfallen und lassen Verabredungen sausen, um länger im Fitness-Zentrum zu trainieren. Im Prominentenviertel Malibu bei Los Angeles hat eine Privatklinik die Behandlung von Fitness-Süchtigen fest in ihr Programm aufgenommen, und im Internet wimmelt es von Betroffenen, die ihre Leidensgeschichten veröffentlichen. "In Los Angeles kann man mehr Fitness-Süchtige finden als in jedem anderen Ort", sagt die Psychologin Irene Rubaum-Keller, die in der Filmmetropole eine private Praxis betreibt: "Hier will jeder aussehen, wie ein Hollywood-Star."

Rubaum-Keller, die sich selbst als "geheilte Süchtige" betrachtet, hat sich früher zwei Stunden täglich in Aerobic geübt und danach noch Gewichte gehoben. "Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das Training für mich eine Flucht war", sagt sie. Unter den Joggern am Strand von Santa Monica, die dort mit oder ohne Walkman ihre Meilen zurücklegen, blieben ihr die Leidensgenossen nicht verborgen: "Es gab einen Mann, der rannte dort jeden Morgen von sechs bis neun, und dann wieder nachmittags von drei bis fünf - inzwischen hat er mit dem Joggen aufgehört und ist ein fanatischer Hobby-Gärtner geworden."

Während nach landesweiten medizinischen Erhebungen 60 Prozent der Amerikaner zu wenig oder gar keinen Sport treiben, ruiniert sich eine Minderheit auf der Jagd nach dem "richtigen" Körperbild die Gesundheit - angefangen von verstauchten Knöcheln bis hin zum völligen körperlichen Zusammenbruch. Anfällig für die Fitness-Sucht sind sowohl Männer als auch Frauen. Umfassende statistische Erhebungen gibt es nicht. Unter den betroffenen Patienten behandeln Psychologen nach eigenen Angaben häufig magersüchtige Frauen, ehemalige Alkoholiker und Ex-Junkies, die eine "gesündere" Abhängigkeit gewählt haben.

Der bekannte amerikanische Marathonläufer Richard Benyo bestätigt diese Einschätzung in einem Beitrag der Internet-Website des "Road Runners Club of America": "Manch einem hat das Langstreckenlaufen geholfen, eine unlängst abgelegte "negative" Abhängigkeit von Alkohol oder Zigaretten durch eine "positive" Sucht zu ersetzen. Reino, der sich ebenfalls als "geheilt" betrachtet, legt gefährdeten Joggern einen Zehn-Punkte-Katalog vor, um den Grad ihrer Abhängigkeit zu bestimmen. Eine der Fragen lautet: "Ist ein Tag ohne Laufen wie ein Tag ohne Sonnenschein?"

Als "medizinische" Ursache für Fitness-Abhängigkeit werden immer wieder Glückshormone (Endorphine) genannt, die während intensiver Sportaktivität im Körper ausgeschüttet werden. Psychologen dagegen sehen die Verantwortung bei den Abhängigen: "Sie sind nicht fähig, mit Leuten umzugehen und über Probleme zu sprechen. Stattdessen gehen sie lieber trainieren", sagt eine Expertin. Und im Fitness-Zentrum kann sich die Isolation sogar noch verschärfen: "Jeder übt für sich allein. Man darf es ja gar nicht wagen, jemanden auf dem Laufband nebenan anzusprechen", sagt ein Student in Los Angeles.


Zum Thema
Kokain in Politiker- und Managerkreisen weit verbreitet - Legalisierung von Drogen und mehr Drogenambulanzen unausweichlich (02.11.2000)
Internet revolutioniert Gesundheitswesen und schafft gleichzeitig Suchtpotential - Labile Menschen durch Internet besonders gefährdet (11.09.2000)
Mehr Drogentote durch mangelnde psycho-soziale Beratung? Fünf Mal mehr Süchtige je Drogen-Praxis in Stuttgart als in der Schweiz (08.09.2000)
Alkoholmissbrauch zu großem Teil genetisch bedingt - Konzept der "Suchtpersönlichkeit" in der Psychoanalyse ist abwegig (02.09.2000)
Lotto rüstet im deutschen Glücksspielmarkt auf - "Lotto-Sucht" bereits bei sechs Prozent der in Psychotherapie befindlichen Spielsüchtigen (02.09.2000)
Alkohol, Drogen und Aids unter Geistlichen: Sucht- und Sexprobleme auch hinter Kirchenmauern keine Seltenheit (22.08.2000)
Auf der Suche nach dem perfekten Körper - Fitness-Sucht und Isolation (20.07.2000)
Psychiater Iver Hand: "Führerschein" für Börsenanleger - und für kollegiales Verhalten (06.07.2000)
Stress mit Eltern macht Jugendliche anfällig für Drogen - 500.000 Jugendliche nehmen Ecstasy (29.06.2000)
Kosten des Alkoholismus betragen jährlich 40 Milliarden Mark - 42.000 Alkohol-Tote pro Jahr (20.06.2000)
Drogenbeauftragte: Etwa 4,3 Millionen Deutsche alkoholabhängig (15.06.2000)
Mehr Drogentote in Baden-Württemberg: Trend weg vom "Zudröhn-Image" (09.06.2000)
Zum 31. Mai - Weltnichtrauchertag: Cowboy mit Krebs reitet für die WHO gegen Nikotin-Sucht (31.05.2000)
Jeder sechste Schüler auf dem Land nimmt Drogen: Trend zur Normalisierung (15.05.2000)
Schlaflosigkeit: Bei 37 % Kinder durch Fernsehen,  8 % der Jugendlichen durch Internet-Sucht (04.04.2000)
Suchtgedächtnis löschen: Wenn sich das Gehirn nicht mehr an Heroin erinnern kann (04.04.2000)

Monats-Übersicht   Psychotherapie Reports
2000 (1):   11  10  09  08  07  06  05  04  03  02  01*
*Jahr (Jahrgang): Monat

Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Impressum
© 1995-2000 Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Alle Rechte vorbehalten. 
Design und Inhalt gesetzlich geschützt. Jede auch auszugsweise Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis.
Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ein Service des ABARIS® Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart 
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie