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Psychotherapie
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Erfolgreich und zufrieden leben: Schlüssel hierzu sind der innere Antrieb, klares Denken und bewusster Umgang mit GefühlenWeinheim/Stuttgart (10.10.2000) - Der innere Antrieb ist für den Erfolg im Beruf und im Privatleben mindestens ebenso wichtig wie die geistige Leistungsfähigkeit. Am günstigsten sei es, wenn Menschen in der Lage seien, sich selbst zu motivieren, heißt es in dem in Weinheim erscheinenden "Psychologie Heute"-Sonderheft "Erfolg". Dies mache sie unabhängiger von äußeren Belohnungen, die weniger berechenbar sind.Zu den weiteren Erfolgsfaktoren zähle auch die Fähigkeit, die eigenen Impulse kontrollieren zu können und nicht nur auf kurzfristige Erfolge zu setzen. So schrieben Wissenschaftler häufig keine umfangreichen Bücher, sondern lediglich kurze Artikel, weil sie nicht auf Anerkennung warten können. Damit verzichteten sie aber teilweise auf die für ihre Karriere entscheidenden Projekte. Auch scheuten sich erfolgsorientierte Menschen nicht, Entscheidungen rückgängig zu machen - etwa dann, wenn sie an einem bestimmten Arbeitsplatz ihre Talente nicht zur Entfaltung bringen können. Sie hätten keine Angst vor Fehlern, sondern lernten aus ihnen, so die Zeitschrift. Menschen mit "Erfolgsintelligenz" zeichneten sich darüber hinaus dadurch aus, dass sie nichts auf die lange Bank schöben. Wenn sie parallel mehrere Projekte übernehmen, achteten sie auf einen kluge Zeiteinteilung. Sie versuchten in ihrem Leben Überforderung ebenso zu vermeiden wie Unterforderung. Des weiteren werde der bewusste Umgang mit den eigenen Gefühlen immer wichtiger. Insbesondere für Führungskräfte werde das Management von Emotionen in Zukunft zu einer Schlüsselqualifikation. Im Topmanagement sei zu 90 Prozent die "emotionale Intelligenz" für den Erfolg entscheidend, erklärte der US-amerikanische Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman in einem Beitrag für "Psychologie Heute". Zwar spielten kognitive Fähigkeiten wie ganzheitliches Denken und vorausschauendes, visionäres Planen für den beruflichen Erfolg eine große Rolle, erläuterte Goleman. Seine Studien über das Verhältnis von fachlichen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten zeigten jedoch, dass der emotionalen Intelligenz bei Spitzenleistungen eine herausragende Bedeutung zukomme. Goleman ist durch sein Buch "Emotionale Intelligenz" weithin bekannt geworden. Klares Denken und bewusster Umgang mit den Gefühlen sind erlernbar, werden jedoch selten gelehrt. Oft wird der wachsende gesellschaftliche Zwang zur Anpassung schon von den Eltern und der Schule an die Kinder weitergereicht. Viele essgestörte Jugendliche, deren Zahl dramatisch zunimmt, stammen aus leistungsorientierten Familien, in denen Emotionen nicht zugelassen werden. Eltern sollten darauf achten, das Selbstwertgefühl ihrer Kinder von Anfang an zu stärken und schulische Leistungen nicht zum alleinigen Maßstab zu erheben. Mit einer gesunden Werteorientierung werden die Grundlagen für die spätere Selbstakzeptanz und Zufriedenheit gelegt. Wer hierbei Defizite erlitten hat, dem kann geholfen werden. Psychotherapie oder Coaching können eine individuelle Hilfe dabei geben, "blinde Stellen" in der eigenen Entwicklungsgeschichte zu überwinden und wichtige kognitive und soziale Kompetenzen zu erlernen. Betroffene sollten sich allerdings nicht zu einer nutzlosen Tauchfahrt ins so genannte Unbewusste psychoanalytischer Mythen verführen lassen, sondern bei Psychotherapeuten oder Coachs knallhart die Frage stellen: "Was kann ich heute tun, um mich besser zu fühlen und erfolgreicher zu werden?" [Zitierweise dieses Beitrags: PSYCHOTHERAPIE, Bd. 1 (2000), Report: 10. Oktober 2000] Sprechstunde
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© 2000 PSYCHOTHERAPIE, Stuttgart PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753) erscheint im ABARIS Institut für Moderne Psychotherapie und Verhaltenstherapie, Stuttgart. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. |
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