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Bücher gibt es viele, Lebenszeit ist knapp. PSYCHOTHERAPIE empfiehlt
Bücher, die ihre Lesezeit wert sind - Rezensionen und neue Bücher.
Dott, Anneli:
Was mir Therapeuten schuldig blieben.
Düsseldorf: Walter-Verlag, 2000, 252 S.
Ein mutiges Buch einer Frau, die es wagt, das Bild von der (eigenen!)
Therapeuten-Zunft und im speziellen der von ihr - zunächst -
bevorzugten Psychoanalytiker anzukratzen. Sie wagt es, sowohl die
arroganten Vorgehensweisen der von ihr konsultierten Psychotherapeuten im
persönlichen Kontakt wie letztlich auch die verkrusteten Strukturen
hierarchischer Ausbildungsinstitute beim Namen zu nennen.
Kandel,
Eric R.; Schwartz, James H.; Jessell, Thomas M.:
Principles of Neural Science. 4th edition.
New York: McGraw-Hill, 2000, 1.414 S.
Ein wundervolles, verständliches und farbiges Werk, um zu verstehen, auf
welchen neuronalen Grundlagen Denken, Gefühle und Verhalten basiert - vom
Medizin-Nobelpreisträger des Jahres 2000.
Siehe auch
diesen
PSYCHOTHERAPIE-Bericht über die Verleihung des Nobelpreises an Eric R.
Kandel.
Panse,
Winfried; Stegmann, Wolfgang:
Kostenfaktor Angst.
Landsberg/Lech: Verlag Moderne Industrie, 1998, 285 S.
Ein Soziologe und ein Betriebswirt haben die Kosten berechnet, die der
deutschen Wirtschaft durch oft psychotherapeutisch behandelbare Ängste
ihrer Mitarbeiter im Jahr entstehen: Einhundert Milliarden Mark.
Grawe,
Klaus; Donati, Ruth; Bernauer, Friederike:
Psychotherapie im Wandel: Von der Konfession zur Profession.
Göttingen: Hogrefe-Verlag, 1994, XIV und 886 S.
Der Klassiker zur Wirkungsforschung in der Psychotherapie dokumentiert die
Absurdität der gegenwärtigen psychotherapeutischen Versorgung in
Deutschland. Er ist im Jahr 2000 noch ebenso so aktuell wie 1994: "Ein
Überlebensrategeber für Psychotherapeuten und deren institutionelle
Vertragspartner".
Degen, Rolf:
Lexikon der Psycho-Irrtümer. Warum der Mensch sich nicht therapieren,
erziehen und beeinflussen lässt.
Frankfurt/Main: Eichborn-Verlag, 2000.
Mit dem Frontalangriff auf den "Irrgarten" von nunmehr 600 konkurrierenden
Therapierichtungen will der Wissenschaftsjournalist die Psycho-Zunft
zwingen, den Schritt von der "reinen Quacksalberei" zu einer ernsthaften
Wissenschaft und echten Heilungsalternative zu machen. Das Buch des von
der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem "Preis für
Wissenschaftspublizistik" ausgezeichneten Journalisten ist eine fulminante
Abrechnung mit Grundannahmen von Psychotherapie, Psychosomatik und
Esoterik.
Hellmann,
Diana Beate:
Ich fang noch mal zu leben an.
Bergisch Gladbach: Verlagsgruppe Lübbe, 2000. 639 S.
Nach ihrer Alkoholiker-Karriere hinter der Fassade
gesellschaftlichen Erfolgs, beschreibt die Autorin in einem ehrlichen und
berührenden Buch ihren langen Weg aus der Sucht.
Matussek,
Paul; Matussek, Peter; Marbach, Jan:
Hitler. Karriere eines Wahns.
München: F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, 2000, 303 S.
Hitler litt unter einer Psychose, meinen ein Psychiater, ein
Kulturwissenschaftler und ein Soziologe in einem Ansatz, der Geschichte
und Psychiatrie miteinander verbindet. Sein Wahn sei auf so starke
öffentliche Akzeptanz gestoßen, dass sich der Psychotiker und seine
Anhänger gegenseitig in ihrer "verrückten" Weltsicht stabilisierten.
Rifkin, Jeremy:
Access. Das Verschwinden des Eigentums.
Frankfurt/Main: Campus Verlag, 2000.
Rifkin zeigt die Entwicklungslinien, Spielregeln und
Hintergründe der vernetzten Welt; er prognostiziert eine Vermarktung
sämtlicher privater Aktivitäten außerhalb der Familie. Die
Kommerzialisierung auch kultureller Bereiche bestätigt für Rifkin die
"Transformation vom industriellen zum kulturellen Kapitalismus".
Reimer, C.; Eckert, J.;
Hautzinger, M.; Wilke, E.:
Psychotherapie. Ein Lehrbuch für Ärzte und Psychologen.
Berlin: Springer-Verlag, 2000, 702 S.
Das Buch vermittelt psychotherapeutisches Denken und Handeln anhand von
zahlreichen Fallbeispielen und verweist auf mögliche "Fallstricke". Die
Beschreibung der psychotherapeutischen Verfahren erfolgt in praxisnaher
Darstellung. Themen wie der psychotherapeutische Umgang mit körperlich
Kranken, die Kombination von Psychotherapie und Psychopharmaka oder auch
die Grenzen psychotherapeutischer Möglichkeiten wurden berücksichtigt.
Winner, Ellen:
Hochbegabt. Mythen und Realitäten von außergewöhnlichen Kindern.
Stuttgart: Klett-Cotta, 1997.
Sie lernen mit drei in zwei Wochen lesen, studieren mit fünf ganze
Orchesterpartituren symphonischer Werke, bringen sich selbst mathematische
Grundbegriffe bei: hochbegabte Kinder. Von vielen bewundert, beneidet,
verehrt, lösen sie in ihrem Umfeld auch Angst und Mißtrauen aus. Wer sind
diese Kinder wirklich. Ellen Winner geht in diesem fesselnden Buch den
zahlreichen Mythen und Vorurteilen nach, die sich um diesen
außergewöhnlichen Kinder ranken. Anhand von neuesten biologischen und
psychologischen Erkenntnissen entlarvt sie all die vielen falschen
Vorstellungen, die das Phänomen Hochbegabung begleiten. In spektakulären
Fallbeispielen illustriert sie verschiedenste Formen außergewöhnlicher
Begabung, sie zeigt, wie etwa ein Kind hochbegabt und lernbehindert
gleichermaßen sein kann - entgegen dem weit verbreiteten Irrtum, daß
Kinder mit hohem IQ in allen Fächern glänzen.
Grawe, Klaus:
Psychologische Therapie.
Göttingen: Hogrefe, 1998.
Klaus Grawe hat mit seinem Konzept einer allgemeinen Psychotherapie
lebhafte Diskussionen ausgelöst. Mit diesem Buch geht er einen großen
Schritt über seine bisherigen Arbeiten hinaus. Er legt eine in der
empirischen Psychologie und den Neurowissenschaften fundierte Theorie der
Psychotherapie vor und entwickelt daraus ein Modell für eine psychologisch
begründete Therapiepraxis.
Margraf, Jürgen (Hrsg.):
Lehrbuch der Verhaltenstherapie.
Band 1: Grundlagen - Diagnostik - Verfahren - Rahmenbedingungen.
Berlin: Springer-Verlag, 2000.
Die Verhaltenstherapie ist heute fester Bestandteil der Ausbildung in
klinischer Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie.
Ausbildungskandidaten und Praktiker finden eine gründliche Darstellung von
Grundlagen, Diagnostik und Rahmenbedingungen sowie eine genaue
Präsentation von störungsübergreifenden verhaltenstherapeutischen Methoden
und störungsspezifischen Therapieprogrammen.
Margraf, Jürgen (Hrsg.):
Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 2: Störungen - Glossar.
Berlin: Springer-Verlag, 2000.
Die 2. Auflage wurde um viele Kapitel erweitert. Die klare Strukturierung
und Didaktik sind hervorragende Merkmale bei der Bände; Beispiele,
Übersichten und Merksätze erleichtern die Erarbeitung und Umsetzung der
Inhalte in die Praxis.
Laireiter, Anton-Rupert;
Vogel, Heiner:
Qualitätssicherung in der Psychotherapie und psychosozialen Versorgung.
Tübingen: dgvt-Verlag, 1998.
Das Werkstattbuch fasst den Stand der Qualitätssicherung in diesem Bereich
zusammen und versucht, Perspektiven für die weitere Entwicklung zu
erarbeiten. Der Begriff Qualitätssicherung taucht sowohl im Bereich
Psychotherapie wie auch in der übrigen psychosozialen Versorgung immer
häufiger als gewichtiges Schlagwort auf.
Schindler, Ludwig; Hahlweg, Kurt;
Revenstorf, Dirk:
Partnerschaftsprobleme. Möglichkeiten zur Bewältigung. Ein Handbuch für
Paare.
Berlin: Springer-Verlag, 1999.143 S.
Wer seine Beziehung verbessern möchte oder bemüht ist, eine Krise
selbständig zu bewältigen, erhält mit dem vorliegenden Programm wirksame
Hilfe. Es ist ein Lernprogramm für Paare; es informiert in verständlicher
Form über die Gesetzmäßigkeiten partnerschaftlicher Interaktion und macht
die sich daraus ableitenden Änderungsschritte plausibel.
Schindler, Ludwig; Hahlweg, Kurt;
Revenstorf, Dirk:
Partnerschaftsprobleme. Diagnose und Therapie. Therapiemanual.
Berlin: Springer-Verlag, 1998. 308 S.
Partnerschaftsprobleme nehmen in der therapeutischen Praxis
immer mehr Raum ein. Sie wirken sich direkt auf die allgemeine
Lebenszufriedenheit aus und können Ursache für neurotische,
psychosomatische und psychiatrische Störungen sein. Ausgehend vom
aktuellen theoretischen Stand der Ehe- und Paartherapie schildern die
Autoren praxisnah und verständlich ein umfassendes Therapieprogramm, das
nicht zuletzt auf das Training von Kommunikationsfertigkeiten der Paare
fokussiert ist.
Anregungen, Informationen, Zeitschriften und
Rezensionsexemplare bitte an
Redaktion PSYCHOTHERAPIE
ABARIS® Institut für Moderne Psychotherapie und
Verhaltenstherapie
Waldburgstr. 122
D-70563 Stuttgart
Germany
E-Mail:
redaktion@psychotherapie.de
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